Einige Begriffsklärungen


© Heimo Ponnath, Online ISDN 8 (1995) , gehört zum Artikel "Internet made easy"


TCP/IP:
Der erste Teil TCP steht für "Transmission Control Protocol" zur sicheren Datenübertragung, der zweite, IP für "Internet Protocol" zur fehlerfreien Übertragung zwischen verschiedenen Netzwerken. Es handelt sich um eine Protokoll-Kombination, die den Datenstrom in kleine Pakete unterteilt, in denen auch die Zieladresse enthalten ist. So ist es möglich, daß die einzelnen Pakete ganz unterschiedliche Wege zum Zielcomputer zurücklegen - je nach Netz-Auslastung. Kontrollmechanismen sorgen für die richtige Reihenfolge der Pakete am Zielort und Nachforderungen, falls ein beschädigtes Paket ankommt.
SLIP:
Dieses Serial Line IP sorgt dafür, daß eine Anbindung an das Internet auch über serielle Einwahl-Verbindungen ermöglicht wird. Es ist ein sehr einfaches Protokoll, das lediglich einen Rahmen um die normalen TCP/IP-Pakete legt. (Näheres dazu im RFC1055 von J.Romkey 1988)
PPP:
Das Point-to-Ponit Protocol bietet wesentliche Verbesserungen gegenüber SLIP. Wie dieses Protokoll ermöglicht es die Anbindung an das Internet über serielle Einwahl durch einen Rahmen um die TCP/IP-Pakete. Darüber hinaus aber kontrolliert es die Daten- und Netzverbindung (LCP = Link Control Protocol, NCP = Network Control Protocol). Weitere Informationen dazu bei D.Perkins im RFC 1134 von 1990.
WinSocks:
Die WinSocks (wie der von Trumpet oder im NetLauncher) sind eine Sammlung von Treibern, die eine standardisierte Basis zur TCP/IP-Kommunikation von PCs liefern. Sie sorgen unter anderem dafür, daß der Datenstrom aus dem PC in die paketorientierte Form des Internet-Protokolls gebracht wird (versehen mit SLIP/PPP-Rahmen) und auch umgekehrt: Die eingehenden Datenpakete werden in eine Form übersetzt, die der PC versteht. Die gebräuchlichen WinSocks enthalten außerdem Programmteile, die für die Einwahl, Abwahl und damit zusammenhängende Prozeduren - z.B. mittels Scripts - sorgen.
WWW:
Das World Wide Web hat sich durch seine einfache, grafikorientierte Oberfläche seit seiner Einführung 1993 zum wichtigsten Dienst im Internet entwickelt. Besonders markierte Stellen auf einer Web-Seite verursachen beim Anklicken mit der Maus einen Sprung zu damit verbundenen weiteren Seiten: Hyperlinks. Diese Seiten können auch von irgendeinem anderen WWW-Server stammen.
FTP:
Das File Transfer Protocol dient zum schnellen Übertragen von Dateien zwischen Computern im Internet.
Gopher, Archie, WAIS:
Drei Suchprogramme, die zum Auffinden von Informationen im Internet dienen.
Telnet:
Der älteste Dienst im Internet, mit dem man einen anderen Computer fernbedienen kann. Der eigene Computer wird dann zu einem Terminal des Zielcomputers. Die Oberfläche, auf die man beim Telnet-Betrieb stoßen kann, variiert: Die Möglichkeiten reichen von gut strukturierten Auswahlmenüs bis zum nackten UNIX-Prompt.
Server:
Ein Computer im Internet, der Dienste anbietet. Ein Server ist meist ständig im Netz präsent. Allerdings gibt es viele Server, die den Internet-Dienst lediglich neben ihrer eigentlichen Aufgabe anbieten. Man sollte solche Server möglichst nicht während der örtlichen Hauptarbeitszeit ansteuern, wenn sie z.B. voll mit der Steuerung eines Elementarteilchen-Beschleunigers ausgelastet sind.
Client:
Ein Programm, das Internet-Dienste zugänglich macht. Dazu zählen z.B. WWW-Browser wie SpryMosaic oder Netscape, E-Mail-Programme wie Eudora oder Pegasus, etc.

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