Thema Sicherheit


© Heimo Ponnath, Online ISDN 8 (1995) , gehört zum Artikel "Internet made easy"


Im Gegensatz zum CompuServe-Netz, in dem sich der gesamte Datenverkehr über die zentrale Computeranlage in Columbus unter den wachsamen Augen der privaten (und haftbaren!) Netzbetreiber abspielt, ist das Internet-Chaos weit offen nach allen Seiten. Das schafft eine ganze Reihe von Sicherheitsrisiken, von denen zwei kurz angerissen werden sollen.

Die Wahrscheinlichkeit, einen Virus auf den heimischen Computer zu laden, ist im Internet erheblich größer als bei CompuServe. Dieser Tatsache muß man sich bewußt sein und entsprechende Vorkehrungen treffen. Neben den üblichen Maßnahmen (Virenscanner, häufige Archivierung von Programmen und Daten, etc.) ist auch die Auswahl der zum Laden von Dateien angesteuerten Server ein gutes Schutzmittel: So ist es im allgemeinen ungefährlicher, Dateien aus einem renommierten Firmenserver zu ziehen als von einem, der z.B. kill.the.computers.net heißt.

Dann gibt es da sogenannte Sniffers. Das sind Programme, die an strategisch wichtigen Stellen im Internet nichts anderes tun, als Passwörter oder Kreditkarten-Informationen zu sammeln. Wohl gemerkt: Sie müssen nicht vorhanden sein, aber sie könnten! Vertrauliche Informationen durch das Internet zu senden, kann riskant sein. Es gibt inzwischen Server und Clients, die solche Informationen verschlüsseln - sie sind aber noch rar. Steuert man CompuServe mit dem WinCim 1.4 durch das Internet an, dann läuft zwangsläufig auch das Passwort durchs Internet. Nach einer solchen Sitzung ist es daher empfehlenswert, sofort danach noch einmal - aber diesmal über einen CompuServe-Einwahlknoten - in CompuServe einzuloggen und das Passwort zu verändern! Selbst wenn diese zwei Minuten sich als teures Ferngespräch in der Telefonrechnung niederschlagen: Das ist immer noch preiswerter als die mögliche Fremdnutzung durch das gestohlene Passwort.


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