WWW-Tips


© Heimo Ponnath, Online ISDN 8 (1995) , gehört zum Artikel "Internet made easy"


Kurze Wege: Etwa 20 Millionen Benutzer teilen sich die Leitungen des Internet, deren Transportkapazitäten begrenzt sind. Viele hierin enthaltenen Netzwerke sorgen mit sog. Routern oder Bridges für den Weitertransport der Datenpakete. All das geschieht mehr oder weniger freiwillig und ohne Kosten für den Versender oder Empfänger! Es ist daher so etwas wie eine Ehrensache, das Netz so gering wie möglich zu belasten. Besonders wichtige Dateien (oder WWW-Seiten) finden sich häufig strategisch verteilt auf sogenannten Mirror-Sites (Spiegelplätzen) in aller Welt. Bevor man also versucht, eine Datei mit X-MBytes aus Australien zu laden, ist es sinnvoll, danach auf einem deutschen Server zu suchen. Solche Mirror-Server entlasten das Netz und sie öffnen auch die Möglichkeit, außerhalb der örtlichen Arbeitszeit mit Servern zu kommunizieren (eine Karte mit den Weltzeitzonen neben dem Computer kann hier gute Dienste leisten).

Kurze Wege beim CompuServe-Internet-Account: Hier liegt ein besonderer Fall vor! Geht man von z.B. Hamburg aus über ContribNet/POP ins Internet - also einen örtlichen Provider - dann ist der Weg z.B. zum Rechner der Universität Hamburg schön kurz. Wenn man aber mit dem NetLauncher über den CompuServe-Internet-Account ins Netz geht, dann sitzt der Provider in Columbus/Ohio (USA). Ein Computer in z.B. Washington ist dann erheblich näher als einer in Hamburg. Kurze Wege bedeutet hier also, daß amerikanische oder kanadische Server bevorzugt anzusteuern sind! Außerdem genießt man so meist den Vorteil, diese Server außerhalb ihrer Vollastzeit nutzen zu können, wenn man tagsüber im Netz arbeitet.


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