Eine der ältesten Anwendungen in Netzwerken ist der Austausch von E-Mail. Solange man dabei innerhalb seines Netzes bleibt, funktioniert das ohne Probleme. Wie aber kann man sich mit jemand auf elektronischem Weg verständigen, der in einem anderen Netz zuhause ist?

Post von Netz zu Netz:
Online-Dienste im E-Mail-Verbund


© Heimo Ponnath, Funkschau 12(1995)

Die Mutter aller Netze

Protokolle, Domänen und Gateways

Vom Internet zum Rest der Welt

Von CompuServe in andere Netze

Von Datex-J über das Internet zum Rest der Welt

E-Mail von Europe Online

Von Fax zu Datex-J

Per TELEX in die Netze

E-Mail von der Konkurrenz: X.400

Quellen


Als 1972 Ray Tomlinson - ein Mitarbeiter von Bolt, Beranek and Newman in Cambridge (USA) - die erste E-Mail mit einem von ihm entwickelten Programm versandte , hatte er das gleiche Problem, das unser Thema ist: Wie kann man Daten zwischen verschiedenen, heterogenen Netzwerken austauschen? Wir haben es heute einfacher. Protokolle und Standards regeln den Datenverkehr. E-Mail wird auch in Europa allmählich zu etwas alltäglichem.

Gleichzeitig aber mit der steigenden Akzeptanz der Datenkommunikation ist die Zahl der Netze explodiert. Hatte es Tomlinson damals vor allem mit relativ überschaubaren LANs zu tun, die miteinander verbunden waren, so ist es heute eine wachsende Anzahl von Netzgiganten unterschiedlicher Strukturen, die untereinander Post austauschen. Ein knappes Dutzend davon spielt im deutschsprachigen Teil Europas eine wichtige Rolle: Wir beschränken uns darauf. (Falls Sie vor dem Problem stehen, E-Mail mit hier nicht genannten Netzen austauschen zu müssen, dann finden Sie Hilfe dazu in der Literaturliste)

Die Mutter aller Netze

Die Mutter aller Netze: So wird das Internet häufig genannt. Zu Recht, denn es ist das älteste und größte Netz zur Datenkommunikation. Und für den Austausch von E-Mail ist es der Dreh- und Angelpunkt: Häufig findet der Post-Transport zwischen verschiedenen Netzwerken über das Internet statt. Sehen wir also zuerst dieses Netz und seinen Bezug zur Gesamtstruktur an.

John S. Quarterman von der amerikanischen Zeitschrift Matrix News teilt die Netzwelt in drei Gruppen ein : Zunächst ist da der Kern des Internet mit ca. 8 Millionen Mitgliedern. Hier handelt es sich um - meist große - Computer, die ständig mit dem Netz verbunden sind. Sie dienen als Server für die meisten Internet-Dienste - aber auch häufig als Zwischenstationen für den Transport von E-Mail durch das Netz und zwischen den Netzen.

Als zweite Kategorie finden wir die Konsumenten: Auf weltweit ca. 13,5 Millionen Computern können alle interaktiven Internetdienste benutzt werden. Weil auch die zum Kern gehörigen Rechner zeitweilig zu Konsumenten werden können, ist der Kern eine Teilmenge der Konsumenten. Zu diesen Konsumenten zählen z.B. auch das ibm.net, das von Microsoft demnächst eingerichtete ms.net, bald auch Europe Online und seit Anfang April 1995 auch CompuServe (jedenfalls der Internet-Teil davon). Und natürlich sind alle Computer mit einem SLIP- oder PPP -Anschluß mitzurechnen.

Alle bisher erwähnten Teilnehmer bilden das eigentliche Internet. Die genannten Zahlen stammen vom Oktober 1994. Weil sie sich pro Jahr etwa verdoppeln, kann man derzeit getrost von etwa 20 Millionen (±38%) Mitgliedern im Internet ausgehen. Aber auch das Internet bildet lediglich eine Teilmenge: Matrix nennt Quarterman die Menge aller Computer, die untereinander E-Mail austauschen können - dazu gehören neben dem eigentlichen Internet die Netze, die ihren Teilnehmern nicht die interaktiven Internet-Dienste öffnen können. Beispiele dafür bilden der Datex-J-Dienst, das FidoNet, der nicht im Internet interaktive Teil von CompuServe, der X.400-Dienst und - man höre und staune - der Telexdienst (auch wenn dort eigentlich gar kein Computer steht). Und schließlich gibt es auch noch eine Welt außerhalb der Matrix: E-Mail kann dorthin gesandt, aber nicht von dort empfangen werden. Hier findet man z.B. den Übergang zum Faxdienst.


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Protokolle, Domänen und Gateways

Was den Postverkehr innerhalb des Internets so einfach macht, das ist das einheitliche Protokoll und das Adressierungsverfahren. In der Mitte der sechziger Jahre kam man auf die Idee, zu übermittelnde Datenströme in kleine Pakete aufzuteilen. Jedes dieser Pakete trägt eine Zielinformation und kann daher - falls nötig - ganz andere Wege durch das Netz laufen als die Pakete vor- oder nachher. Die Struktur eines Pakets und seine Behandlung im Netz wird durch Protokolle festgelegt. Vinton C. Cerf, Robert Kahn und Louis Pouzin entwickelten 1977 TCP/IP, das 1983 zum Standard-Protokoll im Internet wurde.

TCP steht dabei für Transmission Control Protocol (Übertragungsprotokoll) und sorgt für eine zuverlässige Datenübermittlung. IP heißt Internet Protocol (also etwa Protokoll zwischen den Netzen) und regelt das Zusammenspiel der unterschiedlichen Netzwerkarchitekturen im Internet (z.B. Ethernet, Tokenring, etc.) bei der Weitergabe des Datenpaketes.

Ein weiterer Standard im Internet ist die Adressierung nach dem DNS (Domain Name System), das Paul Mockapetris 1984 veröffentlicht hat. Jeder Computer im Netz hat einen eindeutigen Namen (eigentlich eine Nummer, aber Worte lassen sich leichter merken als Zahlen). Meine Internet-Adresse "ponnath@heimo.de" läßt sich so entschlüsseln: "de" steht für die Domäne, hier für Deutschland. Es gibt auch andere Domänennamen wie z.B. ."edu" für Bildungseinrichtungen. "provi" steht für die Firma meines Providers, "hh" deutet auf Hamburg (mein Provider bietet auch in anderen Städten Anschlußmöglichkeiten an) und "mail" bezeichnet schließlich den Computer, der für den Postverkehr verwendet wird. Das at-Zeichen "@" trennt diesen offiziellen Teil der Adresse von dem ab, den man sich meist selbst als Benutzer geben kann, hier also "heimop".

Man kann sich leicht vorstellen, daß es diese strikten Regeln im Internet normalerweise verbieten, daß Daten mit anderen Protokoll- und Adressierungssystemen ausgetauscht werden. Das FidoNet beispielsweise arbeitet seit 1983 mit den von Tom Jennings erfundenen FidoNet-Protokollen, Datex-J, X.400, CompuServe und natürlich erst recht der Telex- und der Faxdienst verwenden völlig andere Protokolle und Adressierungsarten. Post in diese Netze und umgekehrt würde nie den Empfänger erreichen: Vermutlich würde sie als Datenmüll im ersten Router des anderen Netzes enden - wenn nicht findige Köpfe Programme zum Übersetzen erfunden hätten, die in Gateway-Computern (Torweg-Computern) bereit sind, Protokolle und Adressierungen der Datenpakete auszutauschen. Damit den Programmen bei dieser Arbeit alle nötigen Informationen zur Verfügung stehen, muß der Sender einer E-Mail in ein anderes Netz bestimmte Zusätze in die Zieladresse einarbeiten, die vom Gateway dann umgesetzt werden. Wie diese Zielangaben für den E-Mail-Austausch zwischen den Netzen ausehen müssen, das erfahren Sie jetzt.

Das Fidonetz und das Mausnetz treten dabei lediglich als E-Mail-Empfänger auf: Der Grund dafür ist einfach, daß ich diese Netze und die ihr eigenen Adressierungsarten zu wenig kenne. Vielleicht sind Sie ja darüber im Bilde und schreiben uns dazu einige Zeilen? Die richtigen Adressierungs-Verfahren werden im folgenden nach einem ähnlichen Schema angegeben, wie es Scott Yanoff verwendet (siehe Literaturliste):

Von: Sendernetz
An: Empfängernetz
Empfänger: Empfängeradressbeispiel
Adresse: Zieladresse
Bemerkungen: Besonderheiten, die zu beachten sind
Kosten: Besondere Kosten dafür

Also: Aus dem Sendernetz "Von" soll eine E-Mail an den Empfänger (mit seiner im Empfängernetz gültigen Adresse) im Empfängernetz "An" gesendet werden. Dazu ist die Zieladresse "Adresse" zu verwenden. Sind noch weitere Besonderheiten wichtig, finden Sie diese in "Besonderheiten" und auch speziell für diese E-Mail-Sendung anfallende Kosten sind - soweit verfügbar - angegeben.


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Vom Internet zum Rest der Welt

Besonders vielseitig sind die Verbindungsmöglichkeiten vom Internet in andere Netze. Gerade für den E-Mail-Transfer gibt es eine große Anzahl von Gateways. Zu den Kosten für den Absender: Sie sind sehr vom Provider abhängig, verursachen aber bei den meisten keine zusätzlichen Aufschläge für den Versand.

Von: Internet
An: CompuServe
Empfänger: 74431,655
Adresse: 74431.655@compuserve.com
Bemerkungen: Wichtig dabei ist vor allem, daß aus dem
Komma in der CompuServe-Adresse hier
ein Punkt wird!
Kosten: Der Empfänger wird von CompuServe
zur Kasse gebeten. Er zahlt $0.10 für die
ersten 7500 Zeichen und dann je $ 0.02
für jeweils weitere 7500 Zeichen. Diese
Kosten werden von seinem Mail-Gutha-
ben von $ 9.00 monatlich abgezogen.
Der Empfänger muß den Eingang von
"Postage Due" Mail freigeschaltet haben!

Von: Internet
An: Datex-J
Empfänger: 040 12 34 567 - 0001
Adresse: 0401234567-1@btxgate.de
Bemerkungen: Die Adresse setzt sich zusammen aus
der Teilnehmernummer und dem Gate-
way. Als Beispiel wurde hier der Service
von FUN! (Feulner & Nahr) gewählt.
Weitere Anbieter und das Verfahren zum
Erreichen des Postfachs in Datex-J stellt
Christian Feldhaus vor.
Kosten: Bei FUN! Hat der Empfänger für das
Lesen seiner E-Mail DM 0.20 pro Minute
zu zahlen.

Von: Internet
An: Europe Online
Empfänger: EOUsername
Adresse: EOUsername@eo.com
Bemerkungen: Der Start von Europe Online stand zum
Zeitpunkt, als ich das hier schrieb, noch
nicht fest
Kosten: Genaue Kosten für den Empfänger sind
noch nicht festgelegt. Vermutlich wird ein
monatliches Mailguthaben belastet.

Von: Internet
An: Fax
Empfänger: 1 - 223 - 456 78 90
Adresse:
remote-printer.comment@0.9.8.7.6.5.4.3.2.2.2.tpc.int
Bemerkungen: In Europa gibt es leider derzeit nur
wenige Orte, die von diesem Dienst
angesteuert werden können. Für
Detailauskunft über die anzusteuernden
Zonen senden Sie eine E-Mail an:
tpc-coverage@town.hall.org
Zwei Unternehmen bieten weltweit
Faxverbindungen (gegen Gebühr) an:
faxLinq Auskunft: info@antigone.com
FaxNet Auskunft: info@awa.com
Kosten: -

Von: Internet
An: Fidonet
Empfänger: Vorname Name in 1:2/3.4
Adresse: Vorname_Name@p4.f3.n2.z1.fidonet.org
Bemerkungen: Die Gatewayrechner im Fidonet werden
von Privatleuten betrieben, die für die
Übertragungskosten aufkommen
müssen. Sollten Sie öfters solche E-Mail
senden, dann können Sie sich (kosten-
pflichtig) registrieren lassen durch eine
E-Mail an Martin Junius: info@fido.de
Kosten: -

Von: Internet
An: Mausnet
Empfänger: Vorname Name @ box
Adresse: Vorname_Name@box.maus.de
Bemerkungen: "box" ist ein Platzhalter für allerlei
Ortbezeichnungen. Eine Reihe von Orten
verlangen noch zusätzliche Angaben
(siehe D.Borchers in der Literaturliste).
Für das Mausnetz gilt ähnliches, wie für
das Fidonet. Am besten erkundigen Sie
sich erst einmal per E-Mail an:
postmaster@hb.maus.net
Kosten: -

Von: Internet
An: X.400
Empfänger: C=de; A=d400; P=organisation;
O=subdom; S=name; G=vorname
Adresse: vorname.name@subdom.organisation.d400.de
Bemerkungen: -
Kosten: -


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Von CompuServe in andere Netze

CompuServe ist mit derzeit ca. 2,5 Millionen Mitgliedern der größte kommerzielle Netzdienst der Welt. Seit kurzem bietet er auch PPP-Zugang ins Internet - allerdings mit spezieller Software, dem NetLauncher. Nutzt man diesen PPP-Zugang, dann gilt man beim Senden einer E-Mail (mit einem E-Mail-Client wie Eudora oder Pegasus etc.) als Internet-Absender - und alle dort beschriebenen Verfahren sind anzuwenden. Arbeitet man aber mit dem normalen CompuServe-Zugang (z.B. mit dem WinCim), dann wird ein CompuServe-eigenes Protokoll verwendet. In diesem Fall gelten die nachfolgend beschriebenen Adressierungen.

Von: CompuServe
An: Datex-J
Empfänger: 040 123 45 67 0001
Adresse: INTERNET:0401234567-1@btxgate.de
Bemerkungen: Siehe Internet - Datex-J
Kosten: Empfang: Siehe Internet - Datex-J
Die Kosten für den Sender betragen für
die ersten 7500 Zeichen $ 0.10 und
$ 0.02 für jeweils 7500 weitere Zeichen.

Von: CompuServe
An: Europe Online
Empfänger: EOUsername
Adresse: INTERNET:EOUsername@eo.com
Bemerkungen: Siehe Internet - Europe Online
Kosten: Empfang: Siehe Internet - Europe Online
Senden: Siehe CompuServe - Datex-J

Von: CompuServe
An: Fax
Empfänger: 040 123 45 67 (Faxnummer)
Adresse: >FAX:49401234567
Bemerkungen: Weltweiter Faxdienst. Die Adresse setzt
sich zusammen aus dem Vorspann
>FAX:, dann der Länderkennzahl,
der Ortnetzkennzahl (ohne einleitende
Nullen) und der Faxnummer.
Faxe können nur gesendet, leider nicht
empfangen werden.
Kosten: Kosten hängen vom Zielort ab. Faxe in
Europa kosten $ 0.90 für die ersten 1000
Zeichen und $ 0.90 für weitere 1000
Zeichen, Faxe nach Nordamerika kosten
$ 0.75 und $ 0.25 für die ersten und dann
die weiteren 1000 Zeichen. Die Kosten
werden nicht gegen das monatliche Mail-
Guthaben aufgerechnet!

Von: CompuServe
An: Fidonet
Empfänger: Vorname Name in 1:2/3.4
Adresse:
INTERNET:Vorname_Name@p4.f3.n2.z1.fidonet.org
Bemerkungen: Siehe Internet - Fidonet
Kosten: Empfang: Siehe Internet - Fidonet
Senden: Siehe CompuServe -Datex-J

Von: CompuServe
An: Internet
Empfänger: ponnath@heimo.de
Adresse: INTERNET:ponnath@heimo.de
Bemerkungen: Die Adresse setzt sich zusammen aus
der Steueranweisung INTERNET: und
der Internetadresse
Kosten: Empfang: Je nach Provider (meist keine
zusätzlichen Kosten)
Senden: Siehe CompuServe - Datex-J

Von: CompuServe
An: Mausnet
Empfänger: Vorname Name @ box
Adresse:
INTERNET:Vorname_Name@box.maus.de
Bemerkungen: Siehe Internet - Mausnet
Kosten: Empfang: Siehe Internet - Mausnet
Senden: Siehe CompuServe - Datex-J

Von: CompuServe
An: Telex
Empfänger: 123 45 678 in Griechenland
Adresse: TLX:86312345678
Bemerkungen: Die Adresse setzt sich zusammen aus
dem Steuercode TLX:, einem
Ländercode (hier 863 für Griechenland)
und der Telexnummer. Die Ländercodes
sind - ebenso wie die Kosten - im
CompuServe Mailhelp Menü abzufragen
Kosten: Die Sendekosten hängen vom Zielort ab.
Jeweils 300 Zeichen kosten z.B. nach
Griechenland $ 2,35, nach Malta $ 2.80,
etc. Die Telex-Kosten werden nicht mit
dem monatlichen Mail-Guthaben
verrechnet!

Von: CompuServe
An: X.400
Empfänger: Hans Meyer in Deutschland hat eine
Telebox-400 Mailbox der Telecom.
C=de; a=dbp; s=meyer; g=hans
Adresse: X400:(c=de;a=dbp;s=meyer;g=hans)
Bemerkungen: Eine komplette Adresse besteht aus der
Steueranweisung X400: und den für den
jeweiligen X.400-Dienst nötigen
Adressenteil in Klammern. Der
Adressenteil kann enthalten - durch
Semikolon getrennt:
(c=Land;a=Domäne;p=Subdomäne;s=Name;g=Vorname
;i=Initiale;d=ID:Spezielle Kennung) sowie
weitere Unterteilungen in o=Organisation
und ou=Unterorganisation (in bis zu 3
Ebenen unterteilt)
Kosten: Normale CompuServe-Mail-Kosten:
$ 0.10 für die ersten 7500 Zeichen und
$ 0.02 für jeweils weitere 7500 Zeichen.
Werden gegen das monatliche Mail-
Guthaben von $ 9.00 aufgerechnet.


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Von Datex-J über das Internet zum Rest der Welt

Datex-J ist derzeit in einer Umbruchphase. Die mehr als 750.000 Teilnehmer gewöhnen sich gerade an höhere Übertragungsraten, neue Protokolle, ein besser strukturiertes Angebot und ab etwa Jahresmitte an die Einbindung ins Internet. Dann wird auch wieder der Name des Dienstes wechseln: Datex-J heißt dann Telekom Online. Dann werden die folgenden Adressierungen immer noch gelten, denn sie verlaufen ausschließlich durch das Internet. Als Beispiel wird hier wieder der Anbieter FUN! gewählt. Er verlangt pro Seite DM 0.20 für alle Adressen, die mit .de enden. Alle anderen Ziele kosten DM 0.40 pro Seite. Andere Anbieter finden Sie bei C. Feldhaus (siehe Literaturliste).

Von: Datex-J
An: CompuServe
Empfänger: 74431,655
Adresse: 74431.655@compuserve.com
Bemerkungen: Wichtig: Aus dem Komma in der
CompuServe-Adresse wird ein Punkt
Kosten: Empfang: Siehe Internet - Compuserve

Von: Datex-J
An: Europe Online
Empfänger: EOUsername
Adresse: EOUsername@eo.com
Bemerkungen: Siehe Internet - Europe Online
Kosten: Empfang: Siehe Internet - Europe Online

Von: Datex-J
An: Fax
Empfänger: 040 123 45 67
Adresse: 0401234567
Bemerkungen: Aus der Startseite "80 Kommunikation"
anwählen, darin ist dann auch der
Faxdienst enthalten. Faxe können nur
gesendet, aber nicht empfangen werden.
Ein weiterer Anbieter (phs EDV Beratung
in Hannover) bietet neben dem Senden
auch den Empfang (nach vorheriger
Anmeldung) an.
Kosten: Berechnung ist zeit- und zielabhängig.
Für jeweils 5 Sekunden werden im Inland
etwa DM 0.20 berechnet. Eine
Grundgebühr von DM 0.80 ist zu zahlen,
wenn keine Verbindung zustande kommt.
Bei phs zahlt man (auch nach Zonen
unterteilt) für das erste Blatt (max. 720
Zeichen) DM 2.50 und für jedes
Folgeblatt DM 1.80. Die Anmeldung zum
Faxempfang kostet pro Monat DM 3.00
und das Lesen empfangener Faxe pro
Blatt DM 1.20. Außerdem kann man sich
noch darüber informieren lassen, ob
Sendungen eingegangen sind. Dabei
kosten je 5 Benachrichtigungen DM 5.00.

Von: Datex-J
An: Fidonet
Empfänger: Vorname Name in 1:2/3.4
Adresse: Vorname_Name@p4.f3.n2.z1.fidonet.org
Bemerkungen: Siehe Internet - Fidonet
Kosten: Empfang: Siehe Internet - Fidonet

Von: Datex-J
An: Internet
Empfänger: ponnath@heimo.de
Adresse: ponnath@heimo.de
Bemerkungen: -
Kosten: -

Von: Datex-J
An: Mausnet
Empfänger: Vorname Name @ box
Adresse: Vorname_Name@box.maus.de
Bemerkungen: Siehe Internet - Mausnet
Kosten: -

Von: Datex-J
An: Telex
Empfänger: 123 45 678 in Griechenland
Adresse: menügesteuerte Landeswahl, dann
Telexnummer 12345678
Bemerkungen: Aus dem Startmenü "80 Kommunikation"
wählen, dann Telex und Menüsteuerung
folgen
Kosten: Zeit- und zielabhängig: Durchschnittliche
Seite im Inland etwa DM 2.00.
Menüsteuerung informiert auch über zu
erwartenden Kostenrahmen.

Von: Datex-J
An: X.400
Empfänger: 1234567
Adresse: 1234567
Bemerkungen: telebox# anwählen, dann die 7-stellige ID
des Empfängers als Zieladresse
angeben
Kosten: DM 0.60 pro Sendung


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E-Mail von Europe Online

Europe Online wird demnächst verfügbar sein. Vom Start an wird es interaktiven Zugang zum Internet (WWW) haben. FTP, Usenet und den Übergang aus dem Internet zu EO gibt es dann in der ersten Hälfte 1996. Die Kosten für den Sender stehen noch nicht fest. Per E-Mail werden außer den Internet-Nutzern auch alle Dienste erreichbar sein, die über ein Internet-Gateway verfügen.

Eine nette Einzelheit der Software von Europe Online ist die automatische Konvertierung von Nicht-Internet-Adressen in Internet-Adressen, die bei einem Eintrag ins Adressbuch stattfindet. Daher ist es nicht nötig, hier alle Verbindungsmöglichkeiten aufzuzählen: Es gelten die gleichen Adressierungen wie aus dem Internet in die anderen Netze. Lediglich der Übergang ins Internet - ohne die Automatik des Adressbuches - soll hier gezeigt werden:

Von: Europe Online
An: Internet
Empfänger: ponnath@heimo.de
Adresse: IN:ponnath@heimo.de
Bemerkungen: -
Kosten: -


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Von Fax zu Datex-J

Tatsächlich gibt es nur wenige Datendienste, die den Faxempfang unterstützen. Von den hier behandelten ist es nur ein Anbieter im Datex-J-Dienst (phs EDV Beratung in Hannover), der das ermöglicht. Genauere Informationen finden Sie dort und zu den Kosten lesen Sie mehr bei den Angaben zum Faxversand aus Datex-J. Der Grund für diese stiefmütterliche Behandlung des Fax-Empfangs ist vor allem, daß es Software in Hülle und Fülle gibt und zu niedrigen Preisen (oder als Free- oder Shareware), die diese Aufgabe glänzend löst.


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Per TELEX in die Netze

So antiquiert der Telexdienst auch anmuten mag, in manchen Gegenden der Welt bildet er die schnellste E-Mail-Verbindung. Ein schwaches, meist überlastetes Telefonnetz, das schon bei beabsichtigten Gesprächen - geschweigedenn bei Datenverbindungen - die Geduld arg strapaziert und häufig noch per Handvermittlung geschaltet werden muß: Da ist dann das davon unabhängige Telexnetz die einzige Verbindungsmöglichkeit.

Von: Telex
An: CompuServe
Empfänger: 74431,655
Adresse: TO:74431,655 in erster Zeile des Telex
Bemerkungen: Das Telex muß an folgende Maschine
gesandt werden: 3762848. Die TO-
Information muß unbedingt in der ersten
Zeile und alleine stehen.
Kosten: -

Von: Telex
An: Datex-J
Empfänger: 040 1234567 0001 (Btx Nummer)
Adresse: btx 0401234567 0001+ in 1. Zeile
Bemerkungen: Das Telex muß an die Maschine
8411631 gesandt werden. Die Adresse
muß unbedingt in der ersten Zeile und
dort allein stehen.
Kosten: -


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E-Mail von der Konkurrenz: X.400

X.400 ist der CCITT und ISO Standard für E-Mail. Böse Zungen behaupten, daß dieser Konkurrent von TCP/IP so lange zur Entwicklung bis zur höchsten Blüte gebraucht hat, daß er jetzt überflüssig geworden sei. Wie dem auch sei: Weil in den Standardgremien eine ganze Anzahl staatlicher Netzanbieter mitgemischt haben, ist X.400 besonders in Europa und Kanada in die Ämter eingezogen und auch der Telebox-Dienst der Telekom ist damit gesegnet.

Im Prinzip kann man damit überall dorthin E-Mail senden, wo ein entsprechendes Gateway zur Verfügung steht. Die Details der Adressierung finden Sie im Schema CompuServe - X.400. Drei spezielle Verfahren sollen hier genannt sein.

Von: X.400
An: CompuServe
Empfänger: 74431,655
Adresse: c=us/admd=compuserve/prmd=csmail/
ddat=id/ddav=74431.655
Bemerkungen: Wichtig ist der Punkt anstelle des
Kommas in der ddav-Empfänger-ID
Kosten: -

Von: X.400 (Telebox)
An: Datex-J
Empfänger: 040 1234567 0001
Bemerkungen: Das Verfahren läuft so:
1. Nachricht an BTXBOX senden mit der
Angabe "info" im Betreff-Feld
2. Ein Formular wird zugesandt
3. Datex-J Nummer des Empfängers,
Betreff und Text eintragen und absenden
Kosten: Verbindungskosten DM 0.38 pro 1/10
Sekunde + DM 0.80 pro Datex-J-Seite

Von: X.400
An: Internet
Empfänger: ponnath@heimo.de
Adresse: heimop(a)mail.hh.provi.de
Bemerkungen: So einfach geht das nur, wenn im lokalen
X.400 ein Worldtalk-Gateway arbeitet
(Quelle: D.Borchers, siehe Literaturliste)
Kosten: -

Im allgemeinen sollten diese Verbindungen zwischen den Netzen beim Senden reiner Text-Mails fehlerfrei arbeiten - solange man keine Sonderzeichen (ö, ä, ü, ß etc.) im Text verwendet: Dann können unter Umständen ganz abenteuerliche Dinge geschehen. Binärfiles zwischen den Netzen zu versenden oder an Texte anzuhängen, das ist meist nicht möglich.

Andererseits werden vermutlich bald einige problematische Schranken fallen. Immer mehr Netzbetreiber öffnen ihren Kunden den interaktiven Weg ins Internet (z.B. Telekom Online plant das ab Sommer 1995). Die Folgen davon sind, daß diese Kunden eine Internet-Adresse erhalten (Adressierung wird einfacher) und daß auch die Protokoll-Übergänge einfacher werden.


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Quellen


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